TV-Movie vom September 2004 (Nr.20)
Scheiß auf die Schönheit
Dieser Mix ist in Hollywood ein Vermögen wert:
Frische, Unschuld, Humor und ein wirklich hübsches Lächeln.
Reese Witherspoon (28) hat alles im Übermaß - und erhielt für ihren Film "Natürlich Blond 2" (2003) die Top-Gage von 15 Millionen Dollar. Doch die Zeit der leichten Teenie-Komödien ist für Amerikas "Sweetheart" jetzt vorbei. Mit "Vanity Fair" (Deutschlandstart: Frühjahr 2005) wagt sie den Sprung in anspruchsvolle Rollen. Und schwört dem Schönheitswahn Hollywoods endgültig ab.
He! Sie sind in "Vanity Fair" ja gar nicht mehr blond, sondern brünett!
Genau! "Vanity Fair" ist keine leichte Komödie, sondern ein Drama. Es geht um eine Frau voller Ehrgeiz und Sehnsucht. Ich kann mich gut mit ihr identifizieren. Schließlich bin ich aus einer Kleinstadt nach Hollywood gegangen, um Karriere zu machen.
Dieses Ziel lässt sich in Hollywood doch am leichtesten erreichen, wenn man seinen Körper zeigt. Jedenfalls, wenn er so aussieht wie Ihrer. Warum taten Sie das nicht?
Ich bin nun mal prüde und werde jedes Mal nervös, wenn es um Sex im Film geht. Auch diesmal. Als ich in einer "Vanity Fair"-Szene meinen Busen zeigen sollte, wurde mir ganz schlecht. Darum will ich jetzt nur noch Filme machen, in denen ich nicht spärlich bekleidet rumrennen muss.
Waren Sie schon immer so zurückhaltend?
Vielleicht liegt es an meiner Erziehung. Als Kind durfte ich nichts Schwarzes anziehen und keine Bikinis tragen. Und der Lippenstift durfte nur rosafarben sein.
Und ab jetzt wollen Sie im Film wirklich nicht einmal mehr Bikini tragen?
Das hat einen ganz einfachen Grund: Was glauben Sie, wie sehr ich für "Natürlich blond 2" schuften musste. Drei Stunden Fitnessstudio am Tag. Das mache ich ganz sicher nicht noch mal mit!
Aber Sie sehen doch jetzt auch absolut toll aus.
Die Wahrheit ist: Ich jogge immer noch viermal pro Woche, gehe ins Fitnessstudio und treibe Yoga. Das tue ich nicht aus Spaß, sondern weils zur Arbeit gehört. Und trotzdem habe ich Cellulitis.